Schon das zweite Mal wird der WCHC an der HHN angeboten. Doch was wird in dieser Challenge gemacht und wie kann man diese gewinnen?

Dies fragten wir uns anfangs mit meiner Gruppe, hochmotiviert gingen wir in die Vorlesung von Herrn Prof. Dr. Schacht und hörten aufmerksam zu.
Hatten wir das richtig verstanden? Wir sollten Betrüger werden? Wir sollten uns mit max. 5 Kommilitonen zusammen finden und uns in der ersten Phase überlegen, wie wir größere Summen aus unserem Unternehmen, in dem wir tätig sind  “zocken” können und das alles mit Hilfe von SAP. Mit der Aufdeckung unseres Fraud-Falles müssen sich die anderen Gruppen beschäftigen, in dem sie die Rolle des ‘Detektiv’ übernehmen. Ziel der Veranstaltung ist somit aber nicht, dass wir zu Betrügern ausgebildet werden, sondern dass wir die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge sowie die Abläufe in einem ERP System spielerisch erlernen sollen.

Hörte sich erstmals echt simpel und aufregend an. Einen Fall hatten wir uns auch schon ausgedacht.

Unsere Szenario:

Wir arbeiten in der Einkaufsabteilung in einem Unternehmen, da wir zur Zeit finanzielle Probleme haben und unsere Gatte sich in einem Oldtimer verliebt hat, brauchen wir dringend Geld.
Wir reden mit unserem langjährigen Freund John darüber, der ein Lieferant von uns ist. Er will uns bei der „Aktion“ helfen  und als Entlohnung teilen wir unter uns das Geld anschließend auf.

Unsere Vorgehensweise war folgende:

Wir sind ein Pizza Unternehmen und möchten uns in Baden-Württemberg “bekannter” machen und entscheiden uns mit Hilfe von zwei neuen Lieferanten ein Fußball-Event zu veranstalten, bei dem wir auch Pizzen anbieten.
Lieferant Nummer 1 ist unser Eventveranstalter, der für alle Ausstattungen wie z.B. Tische, Stühle etc. zuständig ist.
Lieferant Nummer 2 ist für unsere Werbung (Bzgl. Fußball Event) zuständig der Trikots, T-Shirts etc. zuständig ist. Bei diesen Bestellungen soll unser Fraud-Fall NICHT enthalten sein. Von den Bestellanforderungen bis Bezahlungen verläuft alles buchhalterisch korrekt.

Natürlich brauchen wir Zutaten für unsere Pizzen und bestellen diese bei unseren Lieferanten John. Wir legen viele Materialien und Bestellungen an, Zahlen eine Gesamtrechnung in dem der Fraud-Fall versteckt ist. Wir bezahlen eine viel höherer Summe an den Lieferanten als notwendig und teilen uns die Differenz mit unserem langjährigem Fraud-Partner John.

Umsetzungsversuch:

Leider hatten wir im SAP nicht so viel Glück, denn wir konnten weder neue Materialien anlegen, noch neue Bestellungen an neue Lieferanten ausführen.

Schnell haben wir gemerkt, dass es doch nicht so einfach ist ein Betrüger zu sein und man viel mehr Wissen über die Abläufe eines Unternehmens, als auch über die Abläufe in SAP benötigt.
Wir sind uns sicher in der nächsten Phase werden wir den Fraud-Fall unbemerkt abschließen.